28.07.2026

Magnesiummangel mit Netzhautschäden assoziiert

Patienten mit diabetischer Retinopathie zeigen signifikant niedrigere Magnesiumspiegel als jene ohne Retinopathie.
Magnesiummangel kannmit Netzhautschäden assoziiert werden.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse mit 17 Studien und insgesamt 2.232 Personen untersuchte den Zusammenhang zwischen Magnesiumspiegeln und diabetischer Retinopathie (Netzhautschäden) bei Typ-2-Diabetes.

Die Analyse zeigte, dass Patienten mit diabetischer Retinopathie signifikant niedrigere Magnesiumspiegel aufwiesen als Diabetespatienten ohne Netzhautschäden. Besonders ausgeprägt war der Unterschied bei Patienten mit proliferativer diabetischer Retinopathie, der schwersten Form der Erkrankung.

Magnesium spielt eine wichtige Rolle für den Glukosestoffwechsel, die Insulinsignalübertragung, die Gefäßfunktion und den Schutz vor oxidativem Stress. Ein Magnesiummangel könnte daher zur Entstehung und Progression mikrovaskulärer Diabeteskomplikationen beitragen. Die Autoren regen an, den Magnesiumstatus bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zu überprüfen und einen möglichen Mangel zu korrigieren.

Fazit: Patienten mit diabetischer Retinopathie zeigen signifikant niedrigere Magnesiumspiegel als jene ohne Retinopathie.


Referenz:
Kubbara EA et al. Nutrients. 2026 Apr 6;18(7):1162.

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