Eine Metaanalyse von neun Studien untersuchte den Nutzen von Omega-3-Fettsäuren als Ergänzung zur nicht-chirurgischen Parodontitistherapie, die in allen eingeschlossenen Studien primär aus einer mechanischen Plaque- und Biofilmentfernung unter dem Zahnfleisch bestand.
Die Ergebnisse zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zur Standardtherapie zu signifikanten Verbesserungen führten: Nach drei Monaten verbesserten sich sowohl das klinische Attachmentlevel (CAL), das den Zustand des parodontalen Stützgewebes widerspiegelt, als auch die Sondierungstiefe (PPD) als Maß für die Tiefe parodontaler Taschen. Im Vergleich zur alleinigen Behandlung betrug der zusätzliche Effekt durchschnittlich -0,49 mm für den CAL und -0,44 mm für die PPD. Auch nach 6 Monaten blieb der Nutzen bestehen.
Die Autoren führen diese Effekte auf die entzündungsauflösenden Eigenschaften von EPA und DHA zurück, die als Vorstufen körpereigener Signalstoffe wirken und die Heilungsprozesse nach der Reinigung unterstützen.
| Fazit: Omega-3-Fettsäuren können die Standardbehandlung der Parodontitis sinnvoll ergänzen. |
Referenz: Benincasa G et al. Front Oral Health. 2026 Mar 13;7:1761032.
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