Endometriose ist eine chronische und schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Etwa 5–10 % der Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen. Die Krankheit steht stark unter dem Einfluss des Hormons Östrogen.
Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass ein spezieller Extrakt aus fermentierten Sojabohnen, der besonders reich an sogenannten Isoflavonen ist, die lokale Östrogenproduktion im Endometriosegewebe verringern kann. Die Isoflavone hemmten ein Enzym (HSD17β1), das für die Bildung des aktiven Hormons Estradiol verantwortlich ist. Gleichzeitig wurde ein anderes Enzym (EST), das Östrogene in eine inaktive Form umwandelt, verstärkt gebildet.
Dadurch könnte die Hormonaktivität an den betroffenen Stellen reduziert und das Wachstum der Endometrioseherde gehemmt werden. Dieser mögliche Nutzen wird aktuell noch in einer klinischen Studie weiter untersucht.
| Fazit: Isoflavone aus Sojabohnen könnten bei Endometriose eine hilfreiche Wirkung haben. |
Referenz: Tarumi Y et al. Daidzein-rich isoflavone aglycones inhibit 17β-hydroxysteroid dehydrogenase 1 and increase estrogen sulfotransferase in endometriosis. Gynecol Endocrinol. 2025 Dec;41(1):2516202v
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