Eine aktuelle Metaanalyse mit 13 Humanstudien zeigt, dass Isoflavone die kognitive Leistungsfähigkeit insgesamt geringfügig verbessern können. In der Metaanalyse wurde ein kleiner, aber nachweisbarer Gesamteffekt auf die kognitive Funktion beobachtet. Besonders deutlich waren die Effekte beim Gedächtnis.
Die Ursache liegt möglicherweise in der Eigenschaft der Isoflavone, als pflanzliche selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (Phyto-SERMs) zu wirken. Durch ihre bevorzugte Interaktion mit dem β-Östrogenrezeptor könnten sie Signalwege beeinflussen, die mit Lern- und Gedächtnisprozessen in Verbindung stehen.
Darüber hinaus werden antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen beschrieben, die zum Schutz von Nervenzellen beitragen könnten. Auch eine verbesserte Hirndurchblutung sowie die Bildung des Metaboliten Equol durch bestimmte Darmbakterien werden als potenzielle Mechanismen von den Autoren genannt.
| Fazit: Isoflavone könnten zur Erhaltung der kognitiven Leistungsfähigkeit beitragen. |
Referenz: Till L et al. Neurosci Biobehav Rev. 2026 Apr;183:106533.
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