In einer randomisierten klinischen Studie wurde untersucht, ob eine orale Magnesiumsupplementierung die Wirksamkeit einer Fluoxetin-Therapie bei Depression verbessern kann. Insgesamt 40 Erwachsene (18-45 Jahre) erhielten über sechs Wochen entweder Fluoxetin allein (20 mg/Tag) oder Fluoxetin in Kombination mit 250 mg Magnesium.
In beiden Gruppen nahm die depressive Symptomatik, gemessen mittels Hamilton Depression Rating Scale (HDRS), signifikant ab, der Effekt war jedoch in der Kombinationsgruppe deutlich stärker ausgeprägt. Der HDRS-Gesamtscore sank um durchschnittlich -6,35 Punkte unter zusätzlicher Magnesiumgabe signifikant gegenüber -2,80 Punkten unter Fluoxetin-Monotherapie, etwa in den Bereichen Stimmung und Insomnie.
Es zeigten sich keine signifikanten Veränderungen der Serum-Serotoninspiegel. Die Autoren schließen daraus, dass die beobachtete klinische Verbesserung vermutlich über multimodale Wirkmechanismen von Magnesium erfolgt, darunter die Modulation von NMDA-Rezeptoren sowie antiinflammatorische Effekte.
| Fazit: Magnesium erwies sich als potenziell wirksame Ergänzung zu einer SSRI-Therapie bei Depression. |
Referenz: Walyddaini AS et al. East Asian Arch Psychiatry. 2026 Mar;36(1):19-24.
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