Der Wirkstoff Silymarin aus der Mariendistel ist vor allem für seine schützende Wirkung auf die Leber bekannt. In einer aktuellen Metaanalyse wurde nun untersucht, ob Silymarin auch bei Erkrankungen der Niere hilfreich sein kann.
Die Auswertung zeigte, dass Silymarin bei akuten, durch Medikamente ausgelösten Nierenschäden einen messbaren Nutzen hatte. Bei den betroffenen Patientinnen und Patienten sanken die Kreatinin-Werte im Blut im Vergleich zu Placebo, was auf eine verbesserte Nierenfunktion hinweist.
Dieser Effekt trat bereits innerhalb der ersten Woche auf, wenn täglich 420 mg Silymarin eingenommen wurden. Die Forschenden führen die positiven Ergebnisse vor allem auf die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Silymarin zurück.
| Fazit: Neben der Leber könnte auch der Schutz der Niere ein potenzielles Anwendungsgebiet von Silymarin sein. |
Referenz: Frounchi N et al. Biochemistry (Mosc). 2025 Aug;90(8):1140-1152.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

Curcumin mit positivem Effekt auf Schilddrüse
Curcumin ist mit einer Senkung von Antikörperwerten bei...

Omega-3 zur Ergänzung bei Parodontitis-Behandlung
Omega-3-Fettsäuren können die Standardbehandlung der Parodontitis sinnvoll ergänzen.

Isoflavone gegen vaginale Trockenheit
Isoflavone stellen eine nicht-hormonelle Option zur Unterstützung der...