Eine Studie mit 71 depressiven jungen Menschen (Alter 13-24 Jahre) untersuchte, ob die Gabe von Omega-3 ergänzend zur Standardtherapie Vorteile bringt.
Die eine Gruppe erhielt täglich ein Arzneimittel mit 20 mg der antidepressiven Wirksubstanz Paroxetin (SSRI), die andere Gruppe das Paroxetin und zusätzlich 2,7 g Omega-3-Fettsäuren (1941 mg EPA und 759 mg DHA). Bestimmt wurde der Schweregrad der Depression anhand der Montgomery-Asberg Depression Rating Scale (MADRS).
Die Auswertung nach 12 Wochen ergab einen signifikanten Zusatznutzen der Omega-3-Supplementierung für die Jugendlichen. Nach Ende der Studie hatte sich die Gruppe mit der kombinierten Therapie um 52 % verbessert, hingegen hatte die alleinige Therapie mit dem SSRI nur eine Verbesserung von 31 % gebracht. Auch bei Gedächtnis und kognitiver Funktion war der Therapieerfolg signifikant größer, wenn Omega-3 supplementiert wurde.
| Fazit: Omega-3 ist eine sinnvolle Ergänzung zur antidepressiven Therapie mit SSRI. |
Referenz: Li S et al. Omega-3 supplementation improves depressive symptoms, cognitive function and niacin skin flushing response in adolescent depression: A randomized controlled clinical trial. J Affect Disord. 2024 Jan 15;345:394-403.
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